Die Idee

 

Aufschwung für den Bayerischen Wald

Lothar Nebl (Foto: Zens)

Lothar Nebl (Foto: Zens)

Initiator der Gläsernen Gärten war Lothar Nebl (+ 2012), Diplom-Designer und Geschäftsführer der Kreativwerkstatt Atelier & Friends in Grafenau. Selbst eingefleischter „Waidler“, reifte in ihm bereits 1998 die Idee zu einem Projekt, das Natur und Kultur vereint. Denn was bei den Claude-Monet-Gärten in Giverny, dem Giardino dei Tarocchi von Niki de Saint Phalle in der Toskana oder dem Gustav-Vigeland-Park in Oslo funktioniert, sollte nach Meinung Lothar Nebls auch auf seine Bayerwaldheimat adaptiert werden können: mittels monumentaler Großskulpturen, eingebettet in eine gestaltete Landschaft, Besucherströme anzulocken und damit zur Regionalentwicklung beizutragen.

Als Standort kam nur Frauenau, als Werkstoff nur Glas in Frage. Die 3000-Einwohner-Gemeinde gilt als das „Gläserne Herz“ des Bayerischen Waldes mit einer jahrhundertealten Glasmachertradition. Die Produkte der ortsansässigen Manufakturen Freiherr von Poschinger und Valentin Eisch werden weltweit vertrieben, die internationale Studioglasbewegung ging von Frauenau aus und in der Internationalen Sommerakademie „Bild-Werk“ treffen sich mehrmals jährlich Glaskünstler aus aller Welt zum Arbeiten und Erfahrungsaustausch.

Spatenstich mit Lothar Nebl (vorne) und Landrat Heinz Wölfl (2.v.r.). (Foto: Zens)

Spatenstich mit Lothar Nebl (vorne) und Landrat Heinz Wölfl (2.v.r.). (Foto: Zens)

Einen aufgeschlossenen Projektpaten fand Lothar Nebl in Regens Landrat Heinz Wölfl (+2011). Weil der ebenfalls die Notwendigkeit sah, das Image des Bayerischen Waldes als erlebnisreiche Ferienregion aufzupolieren, akquirierte Wölfl innerhalb eines Jahres eine Million Euro zur Realisierung der Gläsernen Gärten – sowohl aus öffentlichen Mitteln als auch von privaten Sponsoren.

Mit den Gläsernen Gärten von Frauenau hat sich eine ganze Region für die Zukunft gerüstet. Der Skulpturenpark hinterlässt Bürgern wie Besuchern Rückzugs- und Freizeitflächen, die die Lebens- und Urlaubsqualität spürbar steigern. Und er birgt ferner das Potenzial, das Image des Bayerischen Waldes aufzubessern und dessen Wirtschaft nachhaltig anzukurbeln.